Eine Baseline ist ein festgeschriebener Referenzstand von Umfang, Terminen und Kosten, gegen den der weitere Projektverlauf gemessen wird.

Definition

Mit der Baseline wird der genehmigte Planstand eingefroren. Spätere Abweichungen werden immer gegen diesen Stand gemessen, nicht gegen eine laufend angepasste Planung. Ohne Baseline lässt sich nicht belegen, ob ein Projekt im Rahmen liegt, weil sich der Vergleichsmaßstab mitbewegt.

Die drei Baselines

  • Umfang: Der genehmigte Leistungsinhalt.
  • Termine: Der freigegebene Terminplan mit Meilensteinen.
  • Kosten: Das genehmigte Budget inklusive Reserve.

Wann sie geändert werden darf

Eine Baseline wird nur über ein formales Änderungsverfahren angepasst, etwa nach einem genehmigten Change Request. Wird sie stillschweigend nachgezogen, verliert sie ihren Zweck: Jede Verzögerung erscheint dann als planmäßig. Ältere Stände sollten dokumentiert bleiben, damit die Entwicklung nachvollziehbar ist.

Abgrenzung

Der Forecast ist die laufend aktualisierte Erwartung für die Zukunft. Die Baseline bleibt der feste Vergleichsmaßstab. Die Differenz zwischen beiden ist die eigentliche Steuerungsinformation.

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Mag. Salim ŠabićPrincipal Consultant, IT-Projektmanagement · SABIC IT-Beratung · Veröffentlicht 21.07.2026, zuletzt fachlich geprüft 22.07.2026