Eine Bedarfsanalyse klärt vor einem Vorhaben, welcher tatsächliche Bedarf besteht, für wen, in welchem Umfang und mit welcher Dringlichkeit.

Definition

Sie steht vor der Anforderungsanalyse und stellt die vorgelagerte Frage: Gibt es überhaupt einen belastbaren Bedarf, oder liegt eine Lösungsidee vor, für die noch ein Problem gesucht wird. Ergebnis ist eine begründete Bedarfsaussage mit Mengengerüst und Priorität.

Die Leitfragen

  • Welches Problem tritt heute auf, wie oft und mit welcher Auswirkung.
  • Wer ist betroffen, und wie behilft man sich derzeit.
  • Was kostet der heutige Zustand an Zeit, Geld oder Qualität.
  • Welche Mengen sind zu erwarten, heute und in einigen Jahren.
  • Was passiert, wenn nichts unternommen wird.

Der typische Fehler

Die Bedarfsanalyse wird mit einer Wunschabfrage verwechselt. Werden Beteiligte nach gewünschten Funktionen gefragt, entsteht eine lange Liste ohne Priorität. Aussagekräftiger ist die Frage nach der tatsächlichen Arbeitspraxis und den heutigen Behelfslösungen, denn dort zeigt sich der echte Bedarf.

Abgrenzung

Die Bedarfsanalyse klärt das Ob und Wieviel. Die Anforderungsanalyse klärt anschließend das Was im Detail.

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Mag. Salim ŠabićPrincipal Consultant, IT-Projektmanagement · SABIC IT-Beratung · Veröffentlicht 22.07.2026, zuletzt fachlich geprüft 22.07.2026