Funktionale Anforderungen beschreiben, was ein System können muss: welche Eingaben es verarbeitet, welche Regeln gelten und welche Ergebnisse entstehen.
Definition
Sie bilden die fachliche Substanz einer Lösung ab und sind meist der umfangreichste Teil der Anforderungsdokumentation. Formuliert werden sie als überprüfbare Aussagen, nicht als Wunsch: Das System muss bei Antragseingang automatisch eine Eingangsbestätigung erzeugen.
Gute Formulierung
- Eine Anforderung je Satz, keine verketteten Bedingungen.
- Aktiv formuliert mit klarem Akteur.
- Ohne Lösungsvorgabe, sofern diese nicht zwingend ist.
- Mit Angabe, wie die Erfüllung überprüft wird.
Der blinde Fleck
Funktionale Anforderungen beschreiben meist den Normalfall. Der Aufwand entsteht in den Ausnahmen: Stornierung, nachträgliche Änderung, Vertretungsfall, Abbruch mitten im Vorgang. Diese Fälle sollten gezielt abgefragt werden, weil sie selten von selbst genannt werden.
Abgrenzung
Nichtfunktionale Anforderungen beschreiben die Qualität der Leistung. Funktionale Anforderungen beschreiben die Leistung selbst.
Weiterführende Begriffe
Sie planen ein komplexes IT-Projekt?
SABIC IT unterstützt Unternehmen und öffentliche Organisationen von der Projektinitialisierung bis zum Go-Live, strukturiert, transparent und mit klarem Fokus auf Ergebnisse.
Kostenloses Erstgespräch buchen