Kapazitätsplanung ermittelt, wie viel Arbeitsleistung für ein Vorhaben verfügbar ist und ob sie zum geplanten Aufwand passt.
Definition
Geplant wird nicht mit Köpfen, sondern mit tatsächlich verfügbarer Zeit. Von der Bruttoarbeitszeit gehen Urlaub, Krankheit, Fortbildung, Linientätigkeit und Besprechungen ab. Was bleibt, ist die Nettokapazität für Projektarbeit, häufig deutlich weniger als angenommen.
Die typische Fehlrechnung
Eine Person wird mit fünfzig Prozent verplant, ist aber zugleich in zwei weiteren Projekten mit je dreißig Prozent verplant und im Tagesgeschäft eingebunden. Solche Überbuchungen fallen erst auf, wenn Termine reißen. Eine gemeinsame Sicht über alle Vorhaben verhindert das.
Der Engpass sind Schlüsselpersonen
Nicht die Gesamtkapazität ist knapp, sondern einzelne Personen mit spezieller Kenntnis. Diese sind in fast jedem Vorhaben eingeplant und werden zum Engpass. Sie zu entlasten oder ihr Wissen zu verbreitern wirkt stärker als zusätzliche allgemeine Kapazität.
Abgrenzung
Ressourcenplanung ordnet Personen konkreten Aufgaben zu. Kapazitätsmanagement im Betrieb bezieht sich auf technische Ressourcen.
Weiterführende Begriffe
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