Eine Machbarkeitsanalyse prüft vor dem Projektstart, ob ein Vorhaben fachlich, technisch, wirtschaftlich und organisatorisch umsetzbar ist. Sie verhindert teure Fehlstarts.
Definition
Die Machbarkeitsanalyse ist eine zeitlich begrenzte Vorstudie, die eine Idee auf Realisierbarkeit prüft, bevor größere Mittel gebunden werden. Ihr Ergebnis ist eine belastbare Empfehlung mit Annahmen, Risiken und grober Aufwandseinschätzung, nicht eine fertige Lösung.
Die vier Prüfdimensionen
- Fachlich: Löst das Vorhaben das eigentliche Problem, und sind die Anforderungen widerspruchsfrei.
- Technisch: Ist die Lösung mit verfügbarer Technologie und den vorhandenen Systemen umsetzbar.
- Wirtschaftlich: Steht der erwartete Nutzen in einem vertretbaren Verhältnis zu den Gesamtkosten.
- Organisatorisch: Gibt es Kapazitäten, Kompetenzen und Entscheidungsstrukturen für die Umsetzung.
Typisches Vorgehen
Bewährt hat sich ein kompakter Rahmen von wenigen Wochen: Interviews mit Fachbereich und IT, Sichtung der bestehenden Systeme, Marktüberblick, grobe Lösungsskizze, Aufwands- und Risikoeinschätzung. Bei technisch unsicheren Punkten ergänzt ein kleiner Proof of Concept die Analyse mit belastbaren Erkenntnissen statt Vermutungen.
Der Wert des Neins
Eine Machbarkeitsanalyse ist auch dann erfolgreich, wenn sie von einem Vorhaben abrät. Ein frühes, begründetes Nein kostet einen kleinen Bruchteil eines gescheiterten Projekts. Damit dieses Ergebnis möglich bleibt, sollte die Analyse ergebnisoffen beauftragt werden und nicht als Bestätigung einer bereits getroffenen Entscheidung.
Abgrenzung
Der Business Case bewertet den wirtschaftlichen Nutzen eines Vorhabens. Die Machbarkeitsanalyse prüft die Umsetzbarkeit insgesamt und liefert häufig die Grundlage für den Business Case.
Weiterführende Begriffe
Sie planen ein komplexes IT-Projekt?
SABIC IT unterstützt Unternehmen und öffentliche Organisationen von der Projektinitialisierung bis zum Go-Live, strukturiert, transparent und mit klarem Fokus auf Ergebnisse.
Kostenloses Erstgespräch buchen