Ein Migrationsplan beschreibt, wie Daten und Systeme über einen Zeitraum hinweg vom Ausgangs- in den Zielzustand überführt werden.
Definition
Der Plan legt Reihenfolge, Zeitfenster, Verantwortliche, Prüfpunkte und Rückfalloptionen fest. Er beantwortet insbesondere, ob in einem Schritt oder in mehreren Wellen migriert wird und wie mit Daten umgegangen wird, die während der Umstellung entstehen.
Die Grundsatzentscheidung
- Stichtagsumstellung: Alles auf einmal. Kurze Umstellungsphase, aber hohes Risiko und großer Rückfallaufwand.
- Wellenmigration: Nach Standorten, Fachbereichen oder Datenbeständen. Geringeres Risiko, dafür längerer Parallelbetrieb.
- Parallelbetrieb: Beide Systeme laufen, das führende System ist klar benannt. Sicher, aber doppelter Aufwand.
Was zwingend hineingehört
Neben der Reihenfolge sind das gemessene Laufzeiten aus einer Testmigration, Kriterien für die Freigabe jedes Schritts, ein benannter Entscheider für den Abbruch sowie die Behandlung von Datensätzen, die nicht sauber übernommen werden können. Für Letztere braucht es ein festgelegtes Verfahren, nicht Improvisation am Migrationstag.
Abgrenzung
Das Migrationskonzept beschreibt Vorgehen und Regeln fachlich. Der Migrationsplan terminiert die Umsetzung. Der Cutover-Plan detailliert das eigentliche Umschaltfenster.
Weiterführende Begriffe
Sie planen ein komplexes IT-Projekt?
SABIC IT unterstützt Unternehmen und öffentliche Organisationen von der Projektinitialisierung bis zum Go-Live, strukturiert, transparent und mit klarem Fokus auf Ergebnisse.
Kostenloses Erstgespräch buchen