Nachforderungsmanagement regelt den Umgang mit zusätzlichen Forderungen des Auftragnehmers, die während der Projektlaufzeit entstehen.

Definition

Nachforderungen entstehen, wenn der Auftragnehmer Leistungen erbringen soll, die aus seiner Sicht nicht vom Vertrag gedeckt sind. Sie sind bei Festpreisprojekten mit unpräziser Leistungsbeschreibung besonders häufig.

Der Umgang

  • Jede Nachforderung schriftlich mit Begründung und Bezug zum Vertrag verlangen.
  • Prüfen, ob die Leistung tatsächlich außerhalb des vereinbarten Umfangs liegt.
  • Aufwand und Auswirkung auf Termine bewerten.
  • Entscheidung dokumentieren, auch bei Ablehnung.
  • Baseline und Vertrag bei Annahme entsprechend anpassen.

Vorbeugung

Die meisten Nachforderungen wurzeln in einer unklaren Leistungsbeschreibung und fehlenden Mitwirkungsregelungen. Wer vorab festlegt, wer Testdaten liefert, wer schult und wer die Altdaten bereinigt, entzieht den häufigsten Nachforderungen die Grundlage.

Abgrenzung

Der Change Request ist die vom Auftraggeber gewünschte Änderung. Die Nachforderung geht vom Auftragnehmer aus und betrifft die Auslegung des vereinbarten Umfangs.

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Mag. Salim ŠabićPrincipal Consultant, IT-Projektmanagement · SABIC IT-Beratung · Veröffentlicht 22.07.2026, zuletzt fachlich geprüft 22.07.2026