Notfallmanagement bereitet eine Organisation auf schwerwiegende Störungen der IT vor und regelt, wie im Ernstfall gehandelt und entschieden wird.
Definition
Ein Notfall liegt vor, wenn eine Störung mit den Mitteln des normalen Betriebs nicht mehr zu bewältigen ist. Notfallmanagement legt vorab fest, wer den Notfall ausruft, wer welche Befugnisse erhält, welche Systeme zuerst wiederhergestellt werden und wie kommuniziert wird.
Die Bausteine
- Klare Kriterien, ab wann ein Vorfall ein Notfall ist.
- Alarmierungskette mit erreichbaren Personen und Vertretung.
- Ein Krisenstab mit Entscheidungsbefugnis, auch außerhalb der Dienstzeit.
- Wiederanlaufreihenfolge nach Kritikalität der Prozesse.
- Kommunikationsvorlagen für Beschäftigte, Kunden und Aufsicht.
- Meldewege bei Datenschutzvorfällen mit ihren Fristen.
Was im Ernstfall fehlt
Erfahrungsgemäß scheitert es an Banalitäten: Notfallpläne liegen ausschließlich im ausgefallenen System, Telefonlisten sind veraltet, oder niemand weiß, wer die Entscheidung über eine Abschaltung treffen darf. Eine ausgedruckte oder offline verfügbare Kurzfassung mit Rollen, Nummern und den ersten fünf Schritten ist deshalb wirksamer als ein umfangreiches Konzept im Intranet.
Üben
Ein Plan, der nie erprobt wurde, ist eine Annahme. Eine jährliche Übung, auch als reines Planspiel am Tisch, deckt Lücken auf, solange sie folgenlos bleiben.
Abgrenzung
Incident Management behandelt Störungen des Regelbetriebs. Notfallmanagement greift bei Ereignissen, die den Normalbetrieb übersteigen, und ist Teil des Business Continuity Managements.
Weiterführende Begriffe
Sie planen ein komplexes IT-Projekt?
SABIC IT unterstützt Unternehmen und öffentliche Organisationen von der Projektinitialisierung bis zum Go-Live, strukturiert, transparent und mit klarem Fokus auf Ergebnisse.
Kostenloses Erstgespräch buchen