Operational Readiness beschreibt den Zustand, in dem eine Lösung tatsächlich betriebsbereit ist: technisch stabil, dokumentiert, überwacht und personell betreut.
Definition
Betriebsbereitschaft ist mehr als Funktionsfähigkeit. Eine Anwendung kann fehlerfrei laufen und trotzdem nicht betriebsbereit sein, wenn niemand sie überwacht, keine Wiederherstellung erprobt wurde oder der Support die Fehlerbilder nicht kennt.
Die Prüfpunkte vor dem Go-Live
- Monitoring und Alarmierung eingerichtet und ausgelöst getestet.
- Sicherung eingerichtet und Wiederherstellung erfolgreich geprüft.
- Betriebshandbuch mit den häufigsten Fehlerbildern vorhanden.
- Support-Ebenen benannt, Eskalationsweg dokumentiert.
- Zugänge und Berechtigungen für den Betrieb eingerichtet.
- Wartungsfenster und Änderungsprozess abgestimmt.
- Rückfallweg für die ersten Tage definiert.
Warum daran gespart wird
Diese Punkte erzeugen keinen sichtbaren Funktionszuwachs und stehen deshalb am Ende der Prioritätenliste, wenn der Termin drückt. Genau dann werden sie gestrichen. Der Preis zeigt sich in den ersten Wochen nach dem Start, wenn Störungen ungeordnet bearbeitet werden.
Abgrenzung
Die Betriebsübergabe ist der formale Wechsel der Zuständigkeit. Operational Readiness ist die inhaltliche Voraussetzung dafür.
Weiterführende Begriffe
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