Ein Pilotprojekt erprobt eine Lösung in begrenztem Umfang unter realen Bedingungen, bevor sie flächendeckend eingeführt wird.

Definition

Der Pilot läuft mit einer ausgewählten Gruppe im Echtbetrieb, nicht in einer Testumgebung. Ziel ist, Annahmen zu prüfen: Funktioniert die Lösung im Alltag, reichen Schulung und Anleitung, wie hoch ist der Supportbedarf, und stimmen die Aufwandsannahmen für den Rollout.

Was einen guten Piloten ausmacht

  • Vorab definierte Erfolgskriterien, an denen die Entscheidung gemessen wird.
  • Eine repräsentative Gruppe, nicht nur die technikaffinen Freiwilligen.
  • Ein fester Zeitraum mit klarem Endpunkt.
  • Ein geregelter Rückfallweg, falls der Pilot scheitert.
  • Strukturierte Rückmeldung statt zufälliger Einzelmeinungen.

Der häufigste Fehler

Der Pilot wird verlängert, weil die Entscheidung unbequem ist. Aus dem Erprobungsbetrieb wird ein Dauerzustand mit zwei parallelen Verfahren, doppeltem Aufwand und unklarer Verantwortung. Ein Pilot braucht deshalb von Anfang an ein Enddatum und eine benannte Person, die die Entscheidung trifft.

Abgrenzung

Der Proof of Concept prüft technische Machbarkeit in kleinem Rahmen, meist ohne Echtbetrieb. Der Pilot prüft die Alltagstauglichkeit mit echten Nutzern und echten Daten.

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Mag. Salim ŠabićPrincipal Consultant, IT-Projektmanagement · SABIC IT-Beratung · Veröffentlicht 05.05.2026, zuletzt fachlich geprüft 22.07.2026