Eine Post-Mortem-Analyse wertet nach einem Vorfall oder Projektabschluss aus, was passiert ist und warum, um daraus zu lernen statt Schuld zuzuweisen.
Definition
Die Analyse rekonstruiert den Ablauf, ermittelt beitragende Ursachen und leitet konkrete Maßnahmen ab. Angewendet wird sie sowohl nach schweren Störungen im Betrieb als auch nach Projektabschluss. Entscheidend ist die schuldfreie Haltung: Menschen handeln in der Regel vernünftig auf Basis der Informationen, die sie zu diesem Zeitpunkt hatten.
Der Ablauf
- Zeitleiste der Ereignisse mit Fakten statt Bewertungen aufbauen.
- Beitragende Faktoren sammeln, technisch wie organisatorisch.
- Ursachen vertiefen, etwa mit der Fünf-Warum-Methode.
- Maßnahmen ableiten, jeweils mit Verantwortlichem und Termin.
- Ergebnis teilen, damit andere Teams davon profitieren.
Woran es meist scheitert
Die Analyse endet mit einem Dokument, aber ohne nachverfolgte Maßnahmen. Damit wiederholt sich derselbe Vorfall. Wirksam wird sie erst, wenn die abgeleiteten Maßnahmen wie normale Aufgaben priorisiert und abgearbeitet werden.
Abgrenzung
Die Retrospektive findet regelmäßig während der Laufzeit statt und verbessert die Zusammenarbeit. Die Post-Mortem-Analyse bezieht sich auf ein konkretes Ereignis oder den Abschluss.
Weiterführende Begriffe
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