Single Sign-on erlaubt Nutzern, sich einmal anzumelden und danach ohne erneute Eingabe auf mehrere Anwendungen zuzugreifen.
Definition
Bei SSO übernimmt ein zentraler Identitätsanbieter die Anmeldung. Anwendungen prüfen die Identität nicht selbst, sondern vertrauen einem Nachweis, den dieser Anbieter ausstellt. Verbreitete Verfahren sind SAML und OpenID Connect.
Der Nutzen
- Weniger Passwörter bedeuten weniger unsichere Passwörter und weniger Zurücksetzungen im Support.
- Anmeldebedingungen wie Mehr-Faktor-Authentifizierung werden zentral durchgesetzt.
- Beim Austritt sperrt eine einzige Deaktivierung den Zugang zu allen angebundenen Systemen.
- Anmeldevorgänge sind zentral nachvollziehbar.
Das Risiko
Der Identitätsanbieter wird zum kritischen Einzelpunkt. Fällt er aus, ist keine Anmeldung mehr möglich. Deshalb braucht er dieselbe Verfügbarkeitsplanung wie die Fachanwendungen und einen dokumentierten Notzugang für Administratoren.
Bei Migrationen beachten
Wird SSO nachträglich eingeführt oder der Anbieter gewechselt, ist entscheidend, wie bestehende lokale Konten den neuen Identitäten zugeordnet werden. Stimmt die Zuordnung nicht, verlieren Nutzer den Zugriff auf ihre bisherigen Daten und Verläufe. Diese Zuordnung gehört zwingend in den Testlauf.
Abgrenzung
SSO regelt die Authentifizierung, also den Identitätsnachweis. Die Vergabe von Rechten innerhalb der Anwendung bleibt Aufgabe des Berechtigungskonzepts im Rahmen des Identity und Access Managements.
Weiterführende Begriffe
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