Ein Testkonzept legt fest, was, wie, wann und von wem getestet wird. Es macht Qualitätssicherung planbar statt zufällig.
Definition
Das Testkonzept beschreibt Ziele, Umfang, Stufen, Umgebungen, Rollen, Werkzeuge und Kriterien der Qualitätssicherung eines Vorhabens. Es beantwortet auch die unbequeme Frage, was bewusst nicht getestet wird und welches Restrisiko damit akzeptiert ist.
Die Teststufen
Unit-Tests prüfen einzelne Bausteine und laufen in Sekunden. Integrationstests prüfen das Zusammenspiel mehrerer Komponenten oder Systeme. End-to-End-Tests spielen vollständige Geschäftsvorfälle durch und sind am realitätsnächsten, aber auch am langsamsten und wartungsintensivsten. Eine gesunde Verteilung hat ihr Gewicht unten. Kehrt sich das Verhältnis um, wird die Testautomatisierung selbst zum Engpass.
Typische Inhalte
- Testziele und Abgrenzung des Umfangs.
- Teststufen mit Verantwortlichkeiten je Stufe.
- Testumgebungen und Herkunft der Testdaten.
- Vorgehen bei Fehlern: Erfassung, Klassifizierung, Nachtest.
- Ein- und Ausstiegskriterien je Teststufe.
- Werkzeuge für Testfallverwaltung und Automatisierung.
Die Testdatenfrage
Realistische Testdaten sind entscheidend für aussagekräftige Ergebnisse. Gleichzeitig dürfen echte Personendaten nicht ungeschützt in Testumgebungen liegen. Der Ausweg sind anonymisierte oder synthetisch erzeugte Datenbestände, die die Struktur und die Sonderfälle der Produktion abbilden. Dieser Aufwand wird regelmäßig unterschätzt und gehört in den Plan.
Abgrenzung
Die Teststrategie legt die grundsätzliche Ausrichtung über mehrere Vorhaben fest. Das Testkonzept konkretisiert sie für ein einzelnes Projekt. Der Testfall beschreibt schließlich eine einzelne Prüfung.
Weiterführende Begriffe
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