Beim Time-and-Material-Vertrag wird der tatsächlich geleistete Aufwand vergütet. Er bietet Flexibilität, verlangt aber aktive Steuerung durch den Auftraggeber.

Definition

Abgerechnet werden geleistete Stunden und eingesetzte Sachmittel zu vereinbarten Sätzen. Der Leistungsumfang muss zu Beginn nicht vollständig feststehen, was Anpassungen während der Laufzeit ohne Änderungsverfahren ermöglicht. Das wirtschaftliche Risiko liegt beim Auftraggeber.

Wann er passt

  • Der Lösungsweg ist zu Beginn nicht vollständig bekannt.
  • Anforderungen entwickeln sich erwartbar während der Umsetzung.
  • Es handelt sich um Unterstützungs- oder Beratungsleistungen ohne festes Werk.
  • Eine gemeinsame Steuerung mit dem Dienstleister ist gewollt.

Was zwingend geregelt sein sollte

Ein Höchstbetrag begrenzt das Risiko, ohne die Flexibilität aufzugeben. Ergänzend gehören ein regelmäßiges Reporting über verbrauchte Aufwände, eine Zustimmungspflicht ab bestimmten Schwellen und eine klare Beschreibung der Ergebnisse in den Vertrag. Ohne diese Elemente wird der Verbrauch erst am Monatsende sichtbar.

Die Steuerungsanforderung

Dieser Vertragstyp funktioniert nur mit einer fachlich handlungsfähigen Auftraggeberseite. Wer Prioritäten nicht setzen kann oder Entscheidungen verzögert, zahlt Wartezeit mit. Deshalb ist er kein Weg, eigene Steuerungslücken zu umgehen.

Abgrenzung

Der Festpreis überträgt das Aufwandsrisiko auf den Auftragnehmer, begrenzt aber die Flexibilität. Time and Material dreht dieses Verhältnis um.

Sie planen ein komplexes IT-Projekt?

SABIC IT unterstützt Unternehmen und öffentliche Organisationen von der Projektinitialisierung bis zum Go-Live, strukturiert, transparent und mit klarem Fokus auf Ergebnisse.

Kostenloses Erstgespräch buchen
Mag. Salim ŠabićPrincipal Consultant, IT-Projektmanagement · SABIC IT-Beratung · Veröffentlicht 29.04.2026, zuletzt fachlich geprüft 22.07.2026