Der User Acceptance Test ist die abschließende Prüfung durch die späteren Anwender. Sie entscheidet, ob das System den fachlichen Anforderungen im Alltag genügt.
Definition
Im UAT prüfen Fachanwender anhand realistischer Geschäftsvorfälle, ob sie ihre Arbeit mit dem System erledigen können. Es geht nicht darum, technische Fehler zu finden, sondern die fachliche Eignung zu bestätigen. Das Ergebnis ist üblicherweise Voraussetzung für die Abnahme.
Voraussetzungen für einen sinnvollen UAT
- Vorher definierte Testfälle aus dem echten Arbeitsalltag, nicht aus der Systemlogik.
- Realistische, aber datenschutzkonforme Testdaten.
- Eine stabile Umgebung, die während des Tests nicht verändert wird.
- Freigestellte Zeit der Fachanwender, nicht nebenbei.
- Klare Regeln, wie Fehler erfasst und klassifiziert werden.
Der häufigste Fehler
Der UAT wird als letzte Formalie in die Woche vor dem Go-Live gelegt. Findet er dann echte Mängel, gibt es keine Zeit mehr, sie zu beheben, und die Abnahme wird trotzdem erteilt. Sinnvoll ist ein Zeitfenster mit eingeplanter Nachbesserungsphase und ein vorab vereinbarter Umgang mit dem Fall, dass die Kriterien nicht erfüllt werden.
Abgrenzung
Der Integrationstest prüft das technische Zusammenspiel der Systeme. Der UAT prüft die fachliche Eignung aus Sicht der Anwender.
Weiterführende Begriffe
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