Eine Zertifizierung bestätigt durch eine unabhängige Stelle, dass eine Organisation oder ein System festgelegte Anforderungen erfüllt.

Im IT-Umfeld relevante Zertifizierungen

  • ISO 27001: Informationssicherheits-Managementsystem, auch auf Basis IT-Grundschutz.
  • ISO 9001: Qualitätsmanagementsystem.
  • Rechenzentrums-Zertifizierungen: Nachweis von Verfügbarkeit und Sicherheit.
  • Personenzertifizierungen: etwa PRINCE2, PMP oder Scrum-Rollen.

Was eine Zertifizierung leistet

Sie schafft Nachweisfähigkeit gegenüber Auftraggebern, Aufsicht und Kunden und erzwingt intern eine systematische Arbeitsweise mit dokumentierten Prozessen. In Ausschreibungen wird sie häufig als Eignungskriterium verlangt.

Was sie nicht leistet

Sie belegt, dass ein System existiert und gepflegt wird, nicht dass die Organisation tatsächlich sicher oder gut arbeitet. Wo Zertifizierung zum Selbstzweck wird, entsteht Dokumentation für das Audit statt gelebter Praxis. Der Nutzen entsteht durch die dahinterliegende Arbeit, nicht durch die Urkunde.

Abgrenzung

Ein Audit ist die Prüfung. Die Zertifizierung ist die daraus folgende Bestätigung durch eine akkreditierte Stelle.

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Mag. Salim ŠabićPrincipal Consultant, IT-Projektmanagement · SABIC IT-Beratung · Veröffentlicht 22.07.2026, zuletzt fachlich geprüft 22.07.2026