Informationssicherheit schützt Informationen einer Organisation vor Verlust, Veränderung und unbefugtem Zugriff, unabhängig davon, ob sie digital oder auf Papier vorliegen.

Die drei Schutzziele

  • Vertraulichkeit: Nur Berechtigte erhalten Zugriff.
  • Integrität: Informationen sind vollständig und unverfälscht.
  • Verfügbarkeit: Informationen stehen zur Verfügung, wenn sie gebraucht werden.

Diese drei Ziele stehen häufig im Zielkonflikt. Sehr strenge Zugriffsbeschränkungen erhöhen die Vertraulichkeit und senken die Verfügbarkeit im Arbeitsalltag. Die Kunst liegt in der bewussten Abwägung je nach Schutzbedarf.

Technisch und organisatorisch

Technische Maßnahmen wie Verschlüsselung, Segmentierung und Protokollierung wirken nur mit organisatorischen Regelungen: Zuständigkeiten, Schulung, Umgang mit Vorfällen und regelmäßige Überprüfung. Der überwiegende Teil erfolgreicher Angriffe nutzt keine technische Lücke, sondern Verhalten.

Was das für Projekte bedeutet

Der Schutzbedarf der verarbeiteten Informationen sollte zu Projektbeginn festgestellt werden. Daraus ergeben sich Anforderungen an Architektur, Berechtigungen, Protokollierung und Betrieb. Nachträglich eingebaut sind diese Anforderungen deutlich teurer und meist schlechter umgesetzt.

Abgrenzung

Datenschutz schützt personenbezogene Daten und die Rechte betroffener Personen. Informationssicherheit schützt alle schützenswerten Informationen der Organisation, auch solche ohne Personenbezug.

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Mag. Salim ŠabićPrincipal Consultant, IT-Projektmanagement · SABIC IT-Beratung · Veröffentlicht 29.06.2026, zuletzt fachlich geprüft 22.07.2026