Ein Lastenheft beschreibt aus Sicht des Auftraggebers, was ein IT-System oder Projekt leisten soll. Es bündelt alle Anforderungen, Ziele und Rahmenbedingungen und bildet die Grundlage für Angebote, Ausschreibungen und die spätere Abnahme.

Was gehört in ein Lastenheft?

  • Ziele und Zweck des Vorhabens
  • Funktionale Anforderungen (was das System können muss)
  • Nichtfunktionale Anforderungen (Performance, Sicherheit, Datenschutz)
  • Rahmenbedingungen und Schnittstellen
  • Abnahmekriterien

Warum ein Lastenheft wichtig ist

Ohne ein klares Lastenheft bleiben Anforderungen vage und Angebote nicht vergleichbar. Es schafft ein gemeinsames Verständnis zwischen Auftraggeber und Dienstleister und beugt teuren Missverständnissen vor.

Beispiel aus der Praxis

Vor einer Ausschreibung für ein neues Portal erstellt der Auftraggeber ein Lastenheft mit allen Anforderungen. So können mehrere Dienstleister auf derselben Basis kalkulieren, und die Angebote werden vergleichbar.

Typische Fehler

  • Anforderungen zu unkonkret formulieren
  • Nichtfunktionale Anforderungen vergessen
  • Nutzer und Fachbereiche nicht einbeziehen

Abgrenzung: Lastenheft und Pflichtenheft

Das Lastenheft beschreibt, was gefordert ist (Auftraggebersicht). Das Pflichtenheft beschreibt, wie es umgesetzt wird (Auftragnehmersicht).

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Mag. Salim ŠabićPrincipal Consultant, IT-Projektmanagement · SABIC IT-Beratung · Veröffentlicht 25.06.2026, zuletzt fachlich geprüft 15.07.2026