Outsourcing verlagert IT-Aufgaben oder ganze Funktionen dauerhaft an einen externen Dienstleister, einschließlich der Verantwortung für deren Erbringung.

Definition

Anders als bei punktueller Unterstützung übernimmt der Anbieter beim Outsourcing einen abgegrenzten Bereich vollständig, etwa den Arbeitsplatzbetrieb, das Rechenzentrum oder die Anwendungsbetreuung. Häufig gehen dabei Sachmittel und teilweise Personal über.

Beweggründe

  • Zugang zu Kompetenzen, die im Haus nicht dauerhaft vorgehalten werden können.
  • Planbare Kosten statt schwankender Eigenaufwände.
  • Konzentration der eigenen Mannschaft auf fachliche Kernaufgaben.
  • Fachkräftemangel in spezialisierten Bereichen.

Die Risiken

Mit der Aufgabe wandert auch das Wissen ab. Nach einigen Jahren fehlt intern die Fähigkeit, die Leistung fachlich zu beurteilen oder den Anbieter zu wechseln. Hinzu kommen Schnittstellenprobleme an den Rändern des ausgelagerten Bereichs und ein Steuerungsaufwand, der in der Wirtschaftlichkeitsrechnung häufig fehlt.

Was im Haus bleiben sollte

Die Steuerungsfähigkeit. Dazu gehören Architekturhoheit, Kenntnis der eigenen Prozesse und Daten, die Vertragsführung sowie mindestens eine Person, die die Leistung technisch bewerten kann. Wer diese Rolle nicht besetzt, wird vom Anbieter geführt statt umgekehrt.

Abgrenzung

Ein Managed Service ist enger geschnitten und bezieht sich auf einen klar umrissenen Leistungsbereich. Outsourcing verlagert eine ganze Funktion samt Verantwortung.

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Mag. Salim ŠabićPrincipal Consultant, IT-Projektmanagement · SABIC IT-Beratung · Veröffentlicht 22.07.2026, zuletzt fachlich geprüft 22.07.2026