Ein Cutover-Plan beschreibt minutengenau, was beim Umschalten von einem alten auf ein neues System geschieht, wer handelt und wann die Rückabwicklung ausgelöst wird.
Definition
Der Cutover ist der eigentliche Umschaltvorgang. Der Plan legt die Reihenfolge aller Schritte fest, benennt Verantwortliche, veranschlagt Dauern und definiert Prüfpunkte. Er ist das Drehbuch für einen Zeitraum, in dem Improvisation teuer wird.
Der zeitliche Rahmen
Was hineingehört
- Jede Aktivität mit Startzeit, Dauer und verantwortlicher Person.
- Abhängigkeiten, also welcher Schritt worauf wartet.
- Prüfpunkte mit klarer Ja-Nein-Entscheidung.
- Der späteste Zeitpunkt für einen Rückfall auf das Altsystem.
- Erreichbarkeiten aller Beteiligten, auch beim Dienstleister.
- Kommunikation an Nutzer vor, während und nach der Umstellung.
Der Point of no Return
Jeder Cutover braucht einen definierten Zeitpunkt, ab dem eine Rückkehr nicht mehr möglich oder nicht mehr sinnvoll ist. Bis dahin muss klar sein, welche Kriterien erfüllt sein müssen, um weiterzumachen. Wird diese Entscheidung nicht vorab festgelegt, wird sie mitten in der Nacht unter Druck getroffen.
Praxishinweis
Der Plan sollte mindestens einmal vollständig geprobt werden. Ein Probelauf deckt fehlende Berechtigungen, unterschätzte Laufzeiten und unklare Zuständigkeiten auf, solange das folgenlos bleibt.
Abgrenzung
Der Migrationsplan beschreibt die gesamte Überführung über Wochen. Der Cutover-Plan behandelt nur das eigentliche Umschaltfenster.
Weiterführende Begriffe
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