Der Go-live ist der Zeitpunkt, an dem ein IT-System oder eine Lösung produktiv geht und von den Nutzern real verwendet wird. Er ist einer der kritischsten Momente eines Projekts – hier zeigt sich, ob Planung, Tests und Vorbereitung tragen.

Was einen erfolgreichen Go-live ausmacht

  • Klare Go-/No-go-Entscheidung anhand definierter Kriterien
  • Getestete Abläufe und migrierte Daten
  • Geschulte Nutzer und bereitstehender Support
  • Ein Rollback-Plan für den Notfall

Warum der Go-live so kritisch ist

Am Go-live treffen Technik, Daten, Prozesse und Menschen gleichzeitig aufeinander. Fehler werden hier sofort sichtbar und wirken direkt auf das Tagesgeschäft. Eine strukturierte Vorbereitung entscheidet über Erfolg oder Chaos.

Beispiel aus der Praxis

Vor dem Go-live eines neuen Systems werden ein Cutover-Plan erstellt, die Datenmigration geprobt und ein Support-Team für die ersten Tage aufgestellt. Die Go-/No-go-Entscheidung fällt der Lenkungsausschuss anhand fester Kriterien.

Typische Fehler

  • Go-live-Termin trotz offener Risiken erzwingen
  • Keine geprobte Datenmigration
  • Support und Schulung erst nach dem Start planen

Abgrenzung: Go-live und Hypercare

Der Go-live ist der Produktivstart selbst. Die anschließende Hypercare-Phase ist die intensive Betreuung direkt danach, bis der Betrieb stabil läuft.

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Mag. Salim ŠabićPrincipal Consultant, IT-Projektmanagement · SABIC IT-Beratung · Veröffentlicht 28.05.2026, zuletzt fachlich geprüft 18.07.2026