Ein RAID-Log ist ein zentrales Verzeichnis für Risiken, Annahmen, Probleme und Abhängigkeiten eines Projekts. Es hält alles fest, was den Projekterfolg gefährden kann.

Definition

RAID steht für Risks, Assumptions, Issues und Dependencies. Statt vier getrennte Listen zu führen, bündelt das RAID-Log diese Themen an einer Stelle und macht sie in der Projektsteuerung regelmäßig sichtbar.

Die vier Kategorien

  • Risiken: Mögliche künftige Ereignisse mit negativer Wirkung, bewertet nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung.
  • Annahmen: Getroffene Voraussetzungen, die noch nicht bestätigt sind. Fällt eine Annahme, entsteht meist ein Risiko.
  • Probleme: Bereits eingetretene Sachverhalte, die eine Entscheidung oder Maßnahme erfordern.
  • Abhängigkeiten: Zuarbeiten von Dritten, ohne die das Projekt nicht weiterkommt.

Was ein gutes RAID-Log ausmacht

Jeder Eintrag braucht einen benannten Verantwortlichen, ein Datum und einen nächsten Schritt. Einträge ohne Eigentümer bleiben stehen. Sinnvoll ist eine kurze, regelmäßige Durchsicht in der Projektsitzung mit Fokus auf Veränderungen statt auf vollständiger Verlesung.

Abgrenzung

Das Risikoregister deckt nur eine der vier Kategorien ab. Das RAID-Log erfasst zusätzlich Annahmen, laufende Probleme und Abhängigkeiten und ist damit näher an der täglichen Projektsteuerung.

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Mag. Salim ŠabićPrincipal Consultant, IT-Projektmanagement · SABIC IT-Beratung · Veröffentlicht 11.03.2026, zuletzt fachlich geprüft 22.07.2026