Work in Progress bezeichnet die Menge an Arbeit, die gleichzeitig begonnen, aber noch nicht abgeschlossen ist.

Warum die Begrenzung wirkt

Je mehr Vorgänge parallel laufen, desto länger dauert jeder einzelne. Umschaltverluste, Wartezeiten und Abstimmungsaufwand steigen überproportional. Wird die Zahl gleichzeitiger Vorgänge begrenzt, sinkt die Durchlaufzeit spürbar, ohne dass mehr Kapazität nötig wäre.

Der psychologische Widerstand

Angefangene Arbeit fühlt sich nach Fortschritt an, abgeschlossene nach Ergebnis. Teams und Führung neigen dazu, Beginn mit Leistung zu verwechseln. Eine Begrenzung wirkt zunächst wie Untätigkeit, obwohl sie den Durchsatz erhöht.

Praktische Umsetzung

In Kanban wird je Spalte eine Obergrenze festgelegt. Ist sie erreicht, darf nichts Neues gezogen werden, bis etwas fertig wird. Dadurch werden Engpässe sichtbar, statt sich in wachsenden Warteschlangen zu verstecken.

Abgrenzung

Velocity misst die Menge fertiggestellter Arbeit je Zeitraum. Work in Progress beschreibt die gleichzeitig offene Arbeit.

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Mag. Salim ŠabićPrincipal Consultant, IT-Projektmanagement · SABIC IT-Beratung · Veröffentlicht 22.07.2026, zuletzt fachlich geprüft 22.07.2026