Wissensmanagement sorgt dafür, dass Wissen in einer Organisation verfügbar bleibt, auch wenn einzelne Personen nicht erreichbar sind oder ausscheiden.
Definition
Es umfasst das Erfassen, Ordnen, Verfügbarmachen und Aktualisieren von Wissen. Unterschieden wird zwischen dokumentiertem Wissen, das sich aufschreiben lässt, und Erfahrungswissen, das an Personen gebunden ist und eher durch Zusammenarbeit weitergegeben wird.
Warum es in IT-Projekten zählt
Projektwissen ist besonders flüchtig. Nach dem Abschluss wechseln Beteiligte in neue Vorhaben, externe Unterstützung endet, und was warum entschieden wurde, verschwindet. Im Betrieb führt das dazu, dass Anpassungen aus Unsicherheit unterbleiben oder dieselben Fragen jahrelang neu geklärt werden.
Was praktisch funktioniert
- Entscheidungen kurz mit Begründung festhalten, nicht nur das Ergebnis.
- Dokumentation dort ablegen, wo gearbeitet wird, nicht in einem separaten Archiv.
- Verantwortliche je Dokument benennen, sonst veraltet alles gleichmäßig.
- Doppelbesetzung bei kritischem Wissen, statt auf eine Person zu setzen.
- Lessons Learned nicht nur sammeln, sondern in Vorlagen und Checklisten überführen.
Die Grenze
Wissensmanagement scheitert, wenn es als Dokumentationspflicht verstanden wird. Umfangreiche Sammlungen, die niemand liest, binden Pflegeaufwand ohne Nutzen. Wirksamer ist wenig, aber aktuelles und auffindbares Material.
Abgrenzung
Dokumentenmanagement verwaltet Dateien und deren Versionen. Wissensmanagement zielt darauf, dass Wissen tatsächlich genutzt und weitergegeben wird.
Weiterführende Begriffe
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